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Allgemeine Forschungsfelder

Soziale Marktwirtschaft vermitteln

Die Soziale Marktwirtschaft gilt als hoch erfolgreiches wirtschaftliches und gesellschaftliches Ordnungsmodell, dem Deutschland nicht nur den Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern auch viele Jahrzehnte der Stabilität und der Prosperität verdankt. Dennoch gerät die Idee einer politischen Ordnung wirtschaftlicher Prozesse, die die Soziale Marktwirtschaft im ursprünglichen Konzept geprägt hat, in Politik und Öffentlichkeit immer mehr in Vergessenheit – und somit hat sich über die Jahre eine allmähliche Transformation der Sozialen Marktwirtschaft vollzogen. Man kann mittlerweile darüber streiten, wie viel das ordnungspolitische Konzept der „Sozialen Marktwirtschaft“ aus den 1950er Jahren mit der realen Wirtschaftsverfassung von heute überhaupt noch verbindet. Von diesem Befund ist auszugehen, wenn es um Ansätze zu einer Antwort auf die Frage gehen soll, wie die Soziale Marktwirtschaft heute vermittelt werden kann. Das ZöBiS will hier neue Wege beschreiten. Ein zentrales Anliegen ist es, didaktische Modelle und Methoden darauf hin zu befragen, inwieweit sie nicht nur gängige Inhalte, die mit der Sozialen Marktwirtschaft üblicherweise in Verbindung gebracht werden, transportieren, sondern Perspektiven eröffnen, Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Regeln als Ordnungsprinzip wirtschaftlicher Prozesse nahe zu bringen. Es geht um eine Befähigung dazu, dass „Wettbewerb als Aufgabe“ zu verstehen ist.

 

Wirtschaftsdidaktik weiterentwickeln

Die empirische Beschreibung ökonomischer Lehr-Lernvorgänge ist eine wesentliche Aufgabe moderner ökonomischer Bildung. Deshalb entwickelt das ZöBiS Lernstanderhebungen in den Bereichen ökonomischer und finanzieller Kompetenzen und führt auf der Testplattform www.ecos-test.de auch großformatige Assessments mit Schülerinnen und Schülern durch. Damit soll zum einen die wissenschaftliche Grundlage für die Formulierung von Bildungsstandards gelegt werden. Zum anderen soll es möglich werden, ökonomische und finanzielle Themen in Large-ScaleAssessments wie beispielsweise den PISA-Erhebungen durchzuführen.
Eng verknüpft mit der empirischen Erfassung ökonomischer Kompetenzen ist die Frage, wie sich Kompetenzen im Laufe von (Schüler-)Biographien verändern. Von besonderem Forschungsinteresse ist dabei für das ZöBiS das wirtschaftsethische Problem, ob und wie ökonomisches Verständnis und moralisches Urteilen zusammenhängen. Weitere Themenfelder, auf denen sich das ZöBiS engagiert, sind die ökonomische Grundbildung von Erwachsenen, die Berufsorientierung bei Schülerinnen und Schülern sowie die Entrepreneurship Education.

 

Bildungsregionen gestalten

Eine zentrale Herausforderung im Bildungsbereich ist der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. Innerhalb einer Region bestimmen eine Vielzahl von Akteuren aus Staat, Bildungssystem, Privatwirtschaft und ziviler Gesellschaft über die Art der Bildungslandschaftsnutzung. Ziel dieses Forschungsbereiches ist die nachhaltige Entwicklung einer Bildungsregion und aktive Unterstützung der dazu notwendigen gesellschaftlichen Prozesse durch Schulentwicklungsgutachten für Gebietskörperschaften, Wirkungsanalysen von Bildungssystemen und Schulentwicklung vor Ort wie z.B. Lehrerfortbildungen und Unterstützung beim Aufbau eines schulinternen Curriculums zur ökonomischen Bildung.

 

Handlungsorientierte Lernumgebungen konzipieren und evaluieren

Das ZöBiS hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Kanon domänenspezifischer, handlungsorientierter Methoden empirisch zu testen. Im Zentrum der Forschungsbemühungen stehen hierbei Ökonomische Experimente, Planspiele und Fallstudien. Parallel zur Evaluation werden neue computergestützte Anwendungen, wie Serious Games oder auch das elektronische Schulbuch am ZöBiS entwickelt und empirisch untersucht.