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UKUS: Fallstricke des Kostencontrollings meiden

Im Rahmen der Vortragsreihe UKUS referierten Prof. Dr. Gero Hoch und M.Sc. Timo Kachel am 7. Mai in der IHK Siegen über die Implementierung von Controlling-Systemen in mittelständischen Unternehmen sowie über die Notwendigkeit einer passgenauen, problemorientierten Ausgestaltung von Controlling-Instrumenten dort.

Zum dritten Mal in diesem Jahr fand das Unternehmerkolloquium der Universität Siegen in der Industrie- und Handelskammer Siegen - kurz UKUS - statt. Unter der Moderation des Siegener Mittelstandsinstituts (SMI) wurde am 7. Mai 2014 die UKUS-Reihe in der IHK mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gero Hoch fortgesetzt. Bei der mit etwa 40 Teilnehmern sehr gut besuchten Veranstaltung stellte der Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternemensrechnung, heraus, dass es zwar immer mehr Controllinganwendungen in den mittelständischen Betrieben gebe, die Zufriedenheit mit den Ergebnissen aber sinke. "Trotz gegebener Fortschritte wird in der Kostenrechnung noch häufig improvisiert", so Hoch. Unter dem Druck zur Verteidigung von Marktpositionen liege es daher einerseits nahe, Controlling-Instrumente auszubauen. Andererseits müssten administrative Systeme schlank gehalten und auf Bedürfnisse der Unternehmen möglichst passgenau ausgestaltet werden. Die bloße Übernahme von bei Großunternehmen üblichen Verfahren sei im Mittelstand nicht zielführend, betonte Hoch. "Besonderes Augenmerk sollte Schwachstellen von strategischer Relevanz gelten." Der Kostendruck aus dem Markt sei Anlass genug, über eine stärker prozessorientierte Kalkulation sowie die angemessene Behandlung von Vor- und Nachlaufkosten nachzudenken. Eine wesentliche Herausforderung stelle die Übersetzung von strategischen Ziele in die operative Steuerung dar.

Erkenntnisse aus diesem Problemfeld stelle M.Sc. Timo Kachel, Doktorand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Hoch, im zweiten Teil der Vortragsveranstaltung heraus. Er zeigte auf, wie mittelstandstypische operative Systeme zur strategischen Steuerung beitragen können. "Hierbei kann die Nutzung der richtigen operativen Informationen zur Steuerung ohne besondere strategische Instrumentarien hinreichen", so Kachel. Der langjährige wissenschaftliche Mitarbeiter des Lehrstuhls gab anschließend Hinweise zur selbstkritischen Beurteilung und Überwindung möglicher Schwachstellen. Anhand von aktuellen Forschungsergebnissen aus Fallstudien des SMI, die er im Rahmen seines Promotionsprojektes erhoben hat, stellte er Ansätze für die problemorientierte Weiterentwicklung von Controlling-Instrumenten vor.