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13. Mai 2020

Kreatives Arbeiten durch Techniknutzung. Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik gewinnt in der Förderinitiative "Experiment!".

Eine gewagte Forschungsidee: Digitale Technologien entwickeln, mit der Nutzerinnen und Nutzer ihre Gedanken schweifen lassen können, um die Wahrscheinlichkeit von Aha-Momenten zu erhöhen. Technologien also, die innerhalb von Sekunden Denkprozesse analysieren und entlang schlau entwickelter Algorithmen Impulse geben, um auf neue Ideen zu kommen. So entstehen ganz neue Möglichkeiten, die Kreativität am Arbeitsplatz zu fördern.

Die VolkswagenStiftung unterstützt die ersten Schritte des internationalen Forscherteams der Universität Siegen, der Technischen Universität Graz, der Johannes Kepler Universität Linz und der FH Oberösterreich ab September 2020. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten stehen etwa 110.000 Euro zur Verfügung, um das Projekt „Scheduling ‘Eureka’ moments“ umzusetzen. Die Förderinitiative "Experiment!" wurde im November 2012 eingerichtet und erfreut sich mit ca. 600 Anträgen pro Stichtag einer außerordentlichen Resonanz. Per teil-randomisiertem Verfahren wurden bislang 99 Bewilligungen ausgewählt. Überzeugt hat, dass das Vorhaben seinen innovativen theoretischen Zugang mit modernsten neurowissenschaftlichen Messmethoden verbinden wird.

„Wir haben uns gegen über 650 Bewerbungen durchgesetzt – obwohl unser Vorhaben stark risikobehaftet ist“, sagt Antragssteller Dr. Michael Klesel. „Wir wollten stets ergebnisoffen bleiben. Explorative Experimente sind da unumgänglich.“ „Natürlich gehen wir ein Risiko ein“, meint Forscherkollegin Frederike Oschinsky. „Welche Stiftung unterstützt Forschungsvorhaben mit ungewissem Ausgang? Aber wir glauben, dass gerade unerwartete Befunde wahnsinnige Tragfähigkeit haben können – uns fehlen dafür aber einfach noch ein paar Schritte. Wir freuen uns deshalb riesig über die Förderung unserer explorativen Forschung.“

Entlang der Förderung von Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation wird nach Projektstart eine Webseite weitere Informationen liefern. Bis dahin laufen die Projektvorbereitung selbstverständlich digital, etwa entlang des (nun virtuellen) NeuroIS Retreats 2020. Denn auch im Corona-bedingten Homeoffice wird klar: Kreatives Arbeiten durch Techniknutzung ist nicht nur notwendig, sondern möglich und erwünscht.