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Eureka

Scheduling 'Eureka' Moments


Projektbeschreibung:

Können wir Technologien entwickeln, mit denen Benutzer ihre Gedanken schweifen lassen können, um die Wahrscheinlichkeit von „Eureka“- bzw. „Aha“-Momenten zu erhöhen? Durch einen experimentellen Ansatz und die Triangulation von Selbstberichten und synchronisierten physiologischen Maßnahmen (Elektroenzephalographie (EEG) und Eye Tracking) versuchen wir, diese Frage zu beantworten. Unsere Ergebnisse können bedeutende neue Auswirkungen auf die Gestaltung digitaler Arbeitsplätze haben und dazu beitragen, die unersetzliche Fähigkeit des Menschen zu beflügeln, innovative Lösungen zu finden.

Gedankenwandern ist eine allgegenwärtige mentale Aktivität. Wissenschaftler wie Albert Einstein oder Daniel Kahneman berichten, dass einige ihrer bedeutendsten Ideen entstanden sind, als ihre Gedanken in Tagträume abschweiften. Ihr kreatives Denken geschah unerwartet und als sie am wenigsten damit rechneten. Was wäre, wenn wir diese wegweisenden Einsichten technikbasiert stimulieren oder induzieren könnten, indem wir die Wahrscheinlichkeit von Gedankenwanderungen erhöhen? Da das kreative Denken mehrere kognitive Prozesse umfasst, erfordert dieses Ziel einen multimethodologischen Ansatz, um verlässliche Schlussfolgerungen abzuleiten. Es gibt verschiedene Methoden, um kognitive Prozesse wie Gedankenwandern und Kreativität zu bewerten. Neurobiologische Bewertungen können unter Verwendung von bildgebenden, psychophysiologischen und okkulometrischen Ansätzen wie struktureller oder funktioneller Magnetresonanztomographie (MRT) und Neurostimulation durchgeführt werden. Vielversprechend ist besonders das Erkennung neuronaler Korrelate.

Zusammenfassend ist unser Projekt wie folgt aufgebaut: Zunächst versuchen wir, die Frage zu beantworten, ob Episoden des Gedankenwanderns technikbasiert ausgelöst werden können. Zweitens möchten wir verstehen, welche Art der neurophysiologischen Messung am vorteilhaftesten ist, um Gedankenwanderungsepisoden zu erkennen. Drittens möchten wir eine empirische Grundlage für das Design und die Entwicklung von neuroadaptiven Systemen schaffen, die in der Lage sind, die kognitiven Prozesse von Technologie-Anwendern in Echtzeit zu erfassen und daraufhin ihre Eigenschaften entsprechend anzupassen. So wollen wir den Grundstein dafür legen, Technologien zu entwickeln, mit denen Benutzer ihre Gedanken schweifen lassen können, um die Wahrscheinlichkeit von Aha-Momenten zielgerichtet zu erhöhen.

Projektträger:

Volkswagen Stiftung

Förderung:

Volkswagen Stiftung

Kontaktperson (auf Seiten des Lehrstuhls):

Frederike Oschinsky (frederike.oschinsky@uni-siegen.de)

Partner:

Laufzeit:
September 2020 - März 2022

Projektförderung (gesamt):
107.300 €

Webseite:
folgt