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10 Jahre Master in Economic Policy Siegen

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des internationalen Master-Studiengangs Economic Policy (MEPS) kamen Alumni, bisherige und neue Studierende sowie Professoren und Mitarbeiter zusammen, um dieses Jubiläum zu feiern. Das Programm orientierte sich am Thema Herausforderungen der Wirtschaft in Zeiten digitalen Wandels und unterstrich die moderne Ausrichtung des Studiengangs.

Nach einer von strahlendem Sonnenschein begleiteten Campus Tour ums Untere Schloss mit all seinen schönen und neuen Orten, begrüßten der Dekan der Fakultät III, Prof. Marc Hassenzahl, sowie Ilya Grigorev als Präsident des MEPS Alumni-Vereins die Gäste. Prof. Thushyanthan Baskaran betonte in seinem Festvortrag die Diversität des MEPS Programms. So wurde es schon hunderten von internationalen Studierenden ermöglicht, ein Studium in Siegen abzuschließen.

Im Rahmen der wissenschaftlichen Festvorträge referierte Prof. Johannes Becker von der Westfälischen-Wilhelms-Universität zu den Herausforderungen, die sich in einer digitalen Welt für die Gestaltung eines effizienten und gerechten Steuersystems ergeben. Dabei zeigte er auf, dass nicht nur die Frage der Besteuerung großer digitaler Unternehmen von Belang ist, sondern dass auch die indirekte Besteuerung und die Besteuerung von Arbeitnehmern fundamental von der digitalen Transformation betroffen sind. Eine Gestaltung des Steuersystems, müsse die zugrundeliegenden ökonomischen Wirkungsmechanismen, die sich aus der Entwicklung ergeben, verstehen, um adäquate Antworten zu geben, so Becker. Eine "Digitalsteuer", wie sie etwa in einigen europäischen Ländern erhoben wird, sei zu kurz gesprungen. Er argumentierte, dass insbesondere die internationale Kooperation für eine Lösung fundamental sei. Die jüngste Einigung auf eine globale Mindestbesteuerung von Unternehmen stelle einen wesentlichen Fortschritt dar, auf den in den nächsten Jahren aufgebaut werden solle.

Prof. Johannes Münster von der Universität zu Köln trug zur digitalen Transformation von Medien-Märkten vor. Er veranschaulichte in seinem Vortrag sowohl die zahlreichen Chancen, die sich aus dieser Transformation ergeben. Hier seien etwa die immense Ausweitung der Auswahl, die sowie die Reduktion von Such-, Zugangs- und Produktionskosten zu nennen. Gleichzeitig erörterte er auch die Schattenseiten dieser Entwicklung. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich "Fake News" schneller als korrekte Nachrichten und würden häufiger geteilt. Da die Betreiber der sozialen Netzwerke von hohem Verkehr in ihrem Netzwerk durch höhere Werbeeinnahmen profitierten, hätten sie somit kein ökonomisches Interesse, "Fake News" zu stoppen. Zugleich führe der Strukturwandel in der Medienbranche zu einem Verlust unabhängiger Medien, insbesondere im Printbereich (regionale Tageszeitungen etc.). Die empirische Evidenz zeige, dass dies zu einer Verringerung der lokalen "Governance-Qualität" führe, mit weitreichenden negativen Konsequenzen für die Bevölkerung (Korruption, Umweltskandale, etc.). Daher sei eine zumindest partielle öffentliche Finanzierung unabhängiger Medien wünschenswert, und es sei erforderlich darüber nachzudenken, wie dies konkret erfolgen könne, ohne die Betreiber dieser Medien wiederum in staatliche Abhängigkeit zu bringen.

Mit großer Spannung verfolgten die Gäste die Vorstellung der neuen Studierenden. Die 26 neuen „MEPSler“, die sich für ein Studium an der Universität Siegen entschieden hatten, kommen aus 17 verschiedenen Ländern, bzw. von fünf verschiedenen Kontinenten. Dies unterstreicht die internationale Bedeutung des Programms. Das ist zwar keineswegs ungewöhnlich für den Studiengang, aber es ist immer wieder eine große Freude, dass Menschen sich dafür entscheiden von Nah und Fern nach Siegen zu kommen, um hier zu studieren und einen zukunftsweisenden Lebensabschnitt zu verbringen.

Die beiden Alumni Michelle Schmitt und Kira Maksimova haben von ihren Erfahrungen berichtet, wie während des MEPS Studiums erlernte Kompetenzen sowohl für eine akademische Laufbahn als auch in global agierenden Unternehmen wie der Deutschen Telekom von Nutzen sind. Dies kam bei den Studierenden so gut an, dass der Alumni-Verein sich gleich über einen Zulauf neuer Mitglieder erfreute.

Dr. Jannika Schad moderierte die Podiumsdiskussion zum Thema „Economic Challenges of the Digital Transformation“ mit den eingeladenen Festrednern aus Münster und Köln sowie Prof. Matthias Hunold, welche die aktive Beteiligung des Publikums anregte.

Im Anschluss an das Programm konnten sich bei Speis und Trank und mit Aussicht auf das Untere Schloss, alten Bekannte austauschen, während neue Freundschaften geschlossen wurden. Dies machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg. So freuen sich alle auf weitere Zusammenkünfte in den nächsten Monaten wie dem jährlichen Treffen auf dem Weihnachtsmarkt oder der Exkursion ins Rheinland. Dort können dann auch jene Studierenden dazustoßen, die noch Probleme mit der Einreise nach Deutschland haben.

Die Organisatoren bedanken sich insbesondere bei all jenen Studierenden, dem Dekanat der Fakultät III, den Pförtnern, dem Zimt, den Stabstellen für Sicherheit sowie Presse, Kommunikation und Marketing, die mit Rat und Tat zur Seite standen. Sie haben demonstriert, dass man sich an der Universität Siegen als Team versteht. Sie haben demonstriert, dass man sich an der Universität Siegen als Team versteht. Weiterer Dank für die finanzielle Unterstützung geht an das Dekanat, den DAAD und das Auswärtigen Amt.

 MEPS 10 Jahre Dozenten