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Hinweise für externe Doktorandinnen und Doktoranden

Allgemeines

Am Zentrum für ökonomische Bildung an der Universität Siegen werden neben den internen auch regelmäßig externe Doktorandinnen und Doktoranden durch die beiden Vorsitzenden des ZöBiS, Prof. Dr. Schlösser und Prof. Dr. Goldschmidt, betreut. Aufgrund der steigenden Anzahl externer Anfragen und des enormen Zeitaufwands, den eine intensive und eingehende Betreuung eines Dissertationsvorhabens mit sich bringt, muss hierbei allerdings eine starke Selektion der externen Anfragen vorgenommen werden.

Prinzipiell Abstand von einem Dissertationsvorhaben sollten die Interessenten nehmen, deren Fokus nicht vornehmlich auf der Bewältigung einer wissenschaftlichen Herausforderung – der Beschäftigung mit einer sehr konkreten wissenschaftlichen Fragestellung und deren Bearbeitung auf hohem analytischen Niveau - liegt, sondern deren Ziel es primär ist, einen Titel zu erlangen. Diese Art der Motivation führt erfahrungsgemäß zu herben Enttäuschungen und Frustration und somit letztendlich zum Scheitern des Dissertationsversuchs.

Dieses Informationsblatt verfolgt das Ziel häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit den Betreuungsersuchen im Vorfeld zu beantworten, um eine gezielte Vorbereitung auf ein Gespräch mit Prof. Dr. Schlösser oder Prof. Dr. Goldschmidt zu ermöglichen.

Formale Voraussetzungen und Auswahlkriterien

Für die Bewältigung der gestellten Herausforderung eines Dissertationsprojektes ist ein besonderes wissenschaftliches Potenzial des Bewerbers als Grundvoraussetzung notwendig. Zum Nachweis dieses Potenzials dienen die Bescheinigungen aller akademisch abgelegten Prüfungen, welche jeweils vor einem Beratungsgespräch mit Herrn Prof. Dr. Schlösser oder Herrn Prof. Dr. Goldschmidt eingereicht werden müssen. Durch das Institut wird die Gruppe der besten 10% der Absolventen eines wirtschaftwissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen oder pädagogischen Universitätsstudiums in Betracht gezogen.

Alle weiteren Zulassungskriterien sowie Ausnahmeregelungen und Einschreibungsformalitäten können Sie auf der Homepage der Universität Siegen unter folgendem Link einsehen:


Promotionsordnung

Inhaltliche Voraussetzungen, Projektantrag

Um bei einem persönlichen Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Schlösser oder Herrn Prof. Dr. Goldschmidt eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung der Erfolgsaussichten des geplanten Dissertationsprojektes zu ermöglichen, muss im Vorfeld eine detaillierte Projektplanung/ -beschreibung mit klarer Themenabgrenzung eingereicht werden. Aus dieser sollten das wissenschaftliche Potenzial des Themas, die geplante Vorgehensweise mit Zeitplanung, eine Übersicht über die gesichtete Literatur, sowie auch der aktuelle Stand der Forschung eindeutig hervorgehen. Dieser Projektantrag stellt die Basis für die weiterführende Betreuung des Dissertationsvorhabens dar und ist aus diesem Grund von entscheidender Bedeutung.

Mögliche Themenbereiche einer Dissertation

Aufgrund der empirischen Ausrichtung des ZöBiS ist die Verfolgung einer Fragestellung unmittelbar aus dem beruflichen Tätigkeitsfeld möglich, allerdings sollten bei einer so motivierten Themenauswahl zwei Aspekte bedacht werden: Zum einen verschaffen persönliche Kontakte einen Zugang zu Insiderinformationen, die äußerst interessant für die Untersuchung sein können. Zum anderen kann die persönliche Eingebundenheit dazu verleiten die unabdingbare wissenschaftliche Distanz zu vermindern, worunter die Qualität der Untersuchung in erheblichem Maß leiden würde.

Ein Gesuch der Betreuung ohne einen eigenen Themenvorschlag ist möglich, allerdings wirkt der Bewerber wenig überzeugend, da er sich anscheinend im Vorfeld nicht intensiv und ernsthaft mit dem Vorhaben der Promotion auseinandergesetzt hat und sein wissenschaftliches Potenzial, worunter u.a. auch die Fähigkeit des Entdeckens von Forschungslücken zu verstehen ist, dahingehend nicht ausgeschöpft hat.

Einbinden der externen Doktorandinnen und Doktoranden in Forschung und Lehre des ZöBiS

Die Bereitschaft der Integration der externen Doktorandinnen und Doktoranden in die Arbeit des Lehrstuhls, sowohl in der Lehre als auch in der Forschung, wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Es wird eine regelmäßige und aktive Teilnahme an Doktorandenkolloquien und zusätzlich die Beteiligung an der Leistungsbilanz des Instituts erwartet. Wesentliche Teilbereiche sind hierbei das Engagement in der Lehre, das Herstellen von relevanten Praxiskontakten und die Mitarbeit an Publikationen. Diese Einbindung der Doktorandinnen und Doktoranden wird sich auf einen angemessenen zeitlichen Rahmen beschränken.

Dauer eines externen Promotionsvorhabens

Die Dauer des externen Promotionsvorhabens ist ausschließlich durch den von dem externen Doktoranden benötigten Forschungszeitraum bestimmt, da es keine äußeren Vorgaben oder Beschränkungen gibt. Die durchschnittliche Dauer liegt zwischen zwei und fünf Jahren, diese Zeitspanne kommt aufgrund der unterschiedlichen privaten und beruflichen Verpflichtungen der Doktorandinnen und Doktoranden zustande.

Finanzierung externer Dissertationsprojekte

Die Finanzierung des Dissertationsprojektes kann durch ein Stipendium erfolgen. Die Bewerbung für ein Promotionsstipendium ist grundsätzlich die Aufgabe der Doktorandinnen und Doktoranden. Sollte die stipendienvergebende Stiftung eine gutachterliche Stellungnahme des/der betreuenden Hochschulprofessors/-in verlangen, werden Prof. Dr. Schösser und Prof. Dr. Goldschmidt die Doktoranden/Doktorandinnen unterstützen.

Ergänzende Prüfungen, Zweitgutachten

Wie der Promotionsordnung des Fachbereichs 5 (jetzt Fakultät III) der Universität Siegen zu entnehmen ist, wird die Begutachtung der Dissertation und das Abnehmen der Disputation der/des Doktoranden/in von zwei Gutachtern vorgenommen, dementsprechend muss neben dem Erstprüfer Prof. Dr. Schlösser/Prof. Dr. Goldschmidt ein/e Zweitprüfer/in bestimmt werden. Als Zweitprüfer/in können neben den Professoren der Fakultät III auch externe, einschlägig mit dem Thema der Dissertation vertraute, Universitätsprofessorinnen bzw. Universitätsprofessoren in Betracht gezogen werden. Allerdings kann die Bestimmung der Zweitprüferin bzw. des Zeitprüfers ausschließlich in vorheriger Absprache mit Herrn Prof. Dr. Schlösser oder Prof. Dr. Goldschmidt erfolgen.