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2011-07-01: Artikel zur Studienpreisverleihung des Kreises Siegen-Wittgenstein an Kathrin Schramm

„Die Verleihung des mittlerweile 24. Studienpreises ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich unsere Region zu ihrer Universität und die Universität zu ihrer Region bekennen!“ Dies betonte Landrat Paul Breuer bei der diesjährigen Verleihung des Studienpreises des Kreises Siegen-Wittgenstein an zwei Absolventinnen der Universität Siegen.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Technologiezentrum in Siegen-Geisweid wurden Tabea Stoffers und Katrin Schramm mit dem Studienpreis für das Jahr 2010 ausgezeichnet. Auch Uni-Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart freute sich über die Auszeichnung der beiden engagierten Absolventinnen. Er unterstrich die enge Vernetzung zwischen Universität und Region und dankte Landrat Paul Breuer für die gute Zusammenarbeit, die immer von hoher Kooperationsbereitschaft geprägt sei.


Der Studienpreis des Kreises Siegen-Wittgenstein wird alljährlich für herausragende praxisorientierte wissenschaftliche Abschlussarbeiten im kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bereich vergeben.


Beide Preisträgerinnen haben sich in ihren Arbeiten mit dem demografischen Wandel und seinen Folgen beschäftigt. Thema der Diplomarbeit von Tabea Stoffers war „Ökologische Rahmenbedingungen einer demenzgerechten stationären Versorgung: eine empirische Studie.“. Fazit ihrer Diplomarbeit war, dass künftig mehr Heime als bisher auf Demenzkranke ausgerichtete Wohnbereiche einrichten müssen. Auch gebe es in vielen Pflegeeinrichtungen noch erheblichen Nachholbedarf in der demenzgerechten Ausgestaltung des räumlichen und sozialen Milieus. Wichtig sei es, dass die Einrichtungen künftig gerontopsychiatrische Fachkräfte beschäftigten, die speziell für psychische Erkrankungen geschult sind, die typischerweise erst im Alter auftreten. So könnte der hohe und ständig weiter wachsende Anteil demenziell erkrankter Bewohner besser versorgt werden. 


Katrin Schramm wurde für ihre schriftliche Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Berufskollegs zum Thema „Schulmarketing – eine empirische Analyse“ ausgezeichnet. Sie hat mehr als 100 Schulen im Kreis befragt, wie sie sich den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen. Ergebnis: Die meisten Schulen gehen dieses Problem noch nicht aktiv an. Katrin Schramm empfiehlt, dass sich die Schulen Alleinstellungsmerkmale schaffen, etwa in dem sie besondere AGs oder Kurse anbieten, die andere Schule nicht haben. So könne sich eine Schule ein eigenes Profil erarbeiten und damit neue Schüler gewinnen. Landrat Paul Breuer zeigte sich hoch erfreut, dass die Berufskollegs des Kreises bei dieser Auswertung besonders gut abgeschnitten haben.


Im Rahmen der Studienpreisverleihung würdigte Prof. Dr. Insa Fooken die Arbeit von Tabea Stoffers, Dr. Michael Schuhen hielt die Laudatio auf Katrin Schramm. Beide unterstrichen das außerordentliche Engagement der jungen Wissenschaftlerinnen und die hohe fachliche Qualität ihrer Arbeiten. Prof. Dr. Insa Fooken berichtete, Tabea Stoffers habe nicht nur diese Diplomarbeit geschrieben, sondern bereits eine weitere, um einen zweiten Studiengang abzuschließen. Inzwischen habe sie eine Dissertation begonnen.


Dr. Michael Schuhen zeichnete in seiner Laudatio den beruflichen Werdegang von Katrin Schramm nach. Sie hatte nach einer Ausbildung zuerst ihr Fachabitur und dann die allgemeine Hochschulreife erworben, um anschließend an der Universität Siegen zu studieren. Inzwischen absolviert sie ihr Referendariat als Lehrerin an einem Berufskolleg im Ruhrgebiet. Im April 2008 war Dr. Michael Schuhen selbst mit dem Studienpreis ausgezeichnet worden.

 

Quelle: http://www.siegen-wittgenstein.de/standard/page.sys/details/eintrag_id=6743/content_id=3776/997.htm