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Betriebswirtschaftslehre

Kompetenzbereich

 

Innovations- und Kompetenz-Management
Prof. Dr. Gustav Bergmann

Prof. Bergmann forscht und lehrt mit seinem Team besonders in den Bereichen Innovations- und Kompetenz-Management sowie der internen und externen Unternehmenskommunikation. Auf Basis des systemisch-relationalen Theorieansatzes werden Lösungen für komplexe Fragestellungen entwickelt. Die systemische Sichtweise geht von einer sozial konstruierten Wirklichkeit aus. Das heißt: Probleme und Lösungen entstehen durch kommunikativen Austausch. Insofern ist an den kommunikativen Strukturen von Unternehmen zu arbeiten. Wir diagnostizieren Unternehmen um die spezifische Kompetenz und Kultur zu entdecken und, um fehlende Elemente zu finden. Die systemischen Defizite können durch gezielte Interventionen ergänzt werden. Mit der Reflexion können wir systemische Muster des Gelingens entdecken, die ein Unternehmen dauerhaft vital erhalten. Wir freuen uns auf den Dialog mit Menschen aus der Unternehmenspraxis und der Forschung.

 

Rechnungslegung und Corporate Governance
Prof. Dr. Andreas Dutzi

Die Professur beschäftigt sich in der Forschung schwerpunktmäßig mit Fragestellungen des Rechnungswesens, der Berichterstattung, der Prüfung sowie der Unternehmensführung (Corporate Governance) von börsennotierten Gesellschaften und mittelständischen Familienunternehmen. Hierunter fallen unter anderem die folgenden Fragestellungen:
Accounting:
  • Welche Auswirkungen gehen mit der Internationalisierung der Rechnungslegung für mittelständische Familienunternehmen einher? (Regulierung der Rechnungslegung)
  • Welche Auswirkungen haben Minderheitsbeteiligungen (wie z.B. Private Equity) auf die Rechnungslegung von Unternehmen? (Earnings Management & Bilanzpolitik)
Auditing:
  • Auf welche Weise lassen sich Korruptionsgeschäfte und Betrugsdelikte im Unternehmen effektiv aufdecken und verhindern? (Compliance Management, Forensic Accounting & Fraud Auditing)
  • Welche Inhalte müssen nachhaltige Sanierungskonzepte beinhalten und welche Risiken ergeben sich für Sonderprüfer im Rahmen von Sanierungen? (Sonderprüfungen; Insolvenzprohylaxe)
Corporate Governance:
  • Wie funktionieren die Systeme zur Unternehmenssteuerung und auf welche Weise können sie verbessert werden? (Risk Management, Interne Revision & Valuation)
  • Was ist bei der Ausgestaltung der Governance-Mechanismen in mittelständischen Familienunternehmen zu beachten? (Family Business Governance)
Rechnungslegung und Corporate Governance prägen nicht nur weltweit das Wirtschaftsgeschehen; sie stellen gleichsam die zentralen Elemente der Unternehmensführung dar und bilden die Organisation von betrieblichen Aktivitäten ab. Aus diesem Grund arbeitet die Professur mit (internationalen) Forschungseinrichtungen und interdisziplinären Netzwerken zusammen, um das Verständnis der Besonderheiten dieser Elemente zu verbessern und den Wissensaustausch mit der Unternehmenspraxis zu fördern. Die einzelnen Fragestellungen werden sowohl aus qualitativer als auch empirischer Perspektive untersucht.

 

Medienmanagement 
Prof. Dr. Joachim Eigler

Forschung und Lehre des Lehrstuhls befassen sich mit den Besonderheiten von Medienmärkten und den Unternehmungen, die in der Medienbranche tätig sind. Behandelt werden insbesondere die Mediengattungen „Print“ (Zeitung, Zeitschrift, Buch), „Musik“, „Film“ sowie „TV-/Rundfunk“, wobei managementorientierte Problemstellungen im Vordergrund stehen. In diesem Zusammenhang werden jeweils aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Onlinemedien einbezogen. Besondere Schwerpunkte im Rahmen der Managementfunktionen in Medienunternehmungen liegen auf den Gebieten „Organisation“, „Personalmanagement“ sowie „MedienControlling“. Darüber hinaus wird die gesamte Thematik des Electronic Business und Electronic Commerce abgedeckt. Über weitere spezielle Kompetenzen verfügt der Lehrstuhl auf dem Gebiet der Filmfinanzierung. Zudem werden Problemstellungen des Gründungsmanagement mit einem besonderen Schwerpunkt bei kleinen und mittleren Unternehmen aufgegriffen. Die Mitglieder des Lehrstuhls sind an Kontakten zur Praxis jederzeit interessiert. Nähere Informationen über die Inhalte der Lehrveranstaltungen sowie die Forschungsgebiete können auf der Homepage der Professur unter www.bwlmewi.uni-siegen.de abgerufen werden.

 

Entscheidungs- und Organisationstheorie
Jun.-Prof. Dr. Gábor Erdélyi

Die Schwerpunkte der Forschung liegen im interdisziplinären Forschungsfeld Computational Social Choice (COMSOC). Wir wenden einerseits verschiedene Methoden der Informatik, wie etwa die Komplexitätsanalyse oder Algorithmenentwurf, auf Mechanismen der Social-Choice-Theorie an. Solche Mechanismen können zum Beispiel Wahlsysteme oder Systeme für gemeinsame Urteilsfindung (sogenannte Judgment Aggregation Prozeduren) sein. Andererseits versuchen wir Konzepte aus der Social-Choice-Theorie in die Informatik zu übertragen. Diese werden zum Beispiel in der Künstlichen Intelligenz oder bei den Rankings von Websites durch Suchmaschinen angewandt. 

 

Entrepreneurial Diversity and SME Management
Jun.-Prof.in Dr. Kerstin Ettl

Das Team der Juniorprofessur Entrepreneurial Diversity & SME Management widmet sich den Themenfeldern Unternehmerische Vielfalt und KMU Management. Die Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen ist von hoher Vielfalt geprägt und gerade diese Vielfalt wird als Teil ihres Erfolgsrezeptes angesehen. Ebenso verhält es sich mit den Unternehmerpersonen – mit Blick auf soziale wie auch berufliche Aspekte offenbart sich ihre Heterogenität, für die der Begriff der „Diversität“ steht. Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Strukturwandels, sich wandelnder Arbeits- und Lebensformen und diskontinuierlicher werdender Berufsbiographien ist der Blick auf diese Vielfalt der Unternehmen sowie der unternehmerisch tätigen Personen von Bedeutung, wenn es darum geht, Denken und Handeln von Unternehmen und UnternehmerInnen zu verstehen und zielgruppen- und anwendungsorientierte Forschung zu betreiben, die die Ableitung von Handlungs- und Managementempfehlungen ermöglicht. Der Begriff der Diversität bezieht sich sowohl auf individuelle wie auch auf kontextbezogene Dimensionen. Darunter fallen Genderaspekte, aber bspw. auch Aspekte wie Alter, Arbeitsstile, kulturelle Prägung und institutionelle Rahmenbedingungen. Eine Aufgabe der Juniorprofessur ist es diese Diversität in der wirtschaftswissenschaftlichen Entrepreneurship- und KMU-Forschung sowie in der Lehre dauerhaft in den Blick zu nehmen. 

 

Betriebswirtschaftliches Prüfungswesen und Steuerlehre
Prof. Dr. Rainer Heurung

Im Rahmen der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre ist die Darstellung und Analyse der Besteuerungsgrundsätze für Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften mit nationaler und internationaler Ausrichtung Gegenstand der Forschung. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Unternehmensbesteuerungssystemen von Gesellschaften und ihren Anteilseignern unter Berücksichtigung ausgewählter Steuerarten (Körperschaft-, Gewerbe- und Einkommensteuer). Einen weiteren Forschungsbereich bilden zudem die Entwicklung von Besteuerungsgrundsätzen sowie die Untersuchung von steuerlichen Gestaltungs- maßnahmen bei national und europaweit agierenden Konzernen (ertragsteuerliche Organschafts- bzw. Gruppenbesteuerungssysteme).
Die Forschung an der Professur für die Fachgebiete Wirtschaftsprüfung und Internationale Rechnungslegung beschäftigt sich mit der Darstellung und Analyse von Rechnungslegungsgrundsätzen im Einzel- und Konzernabschluss unter Berücksichtigung bilanzpolitischer Steuerungsinstrumente. Im Forschungsvordergrund stehen dabei die betriebswirtschaftlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfungen unter Berücksichtigung des institutionellen Rahmens für externe betriebswirtschaftliche Prüfungen sowie der Planung und Durchführung von Jahresabschlussprüfungen. Ergänzend hierzu fließen Grundsätze der Internationalen Rechnungslegung und Prüfung in das Forschungsgebiet ein.
Die Forschung im Rahmen der Unternehmensbewertung konzentriert sich auf die verschiedenen Bewertungsanlässe und die Erarbeitung von allgemeinen Unternehmens- bewertungsgrundsätzen, um sodann differenzierte präskriptive Entscheidungsmodelle zur Lösung von Unternehmensbewertungsproblemen entwickeln zu können. Eine Forschungsvertiefung der entscheidungstheoretisch gewonnenen Erkenntnisse erfolgt anhand von ausgewählten Umwandlungstatbeständen.
Die Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Prüfungswesen und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre ist an einem wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch sehr interessiert und beantwortet gerne Anfragen zu den verschiedenen Forschungsgebieten.

 

Management Accounting and Control
Prof. Dr. Martin Hiebl

Der Forschungsfokus des Lehrstuhls liegt auf den Spezifika des Controllings (englisch: Management Accounting and Control) im Mittelstand und Familienunternehmen. Hierbei werden sowohl die mittelstandsspezifische Ausprägung der Controlling-Organisation und der Einsatz operativer und strategischer Controlling-Instrumente untersucht als auch der Einfluss spezieller Kontextfaktoren wie die Existenz von Fremdmanagern, familienfremden Kapitalgebern oder Aufsichts- bzw. Beiräten. Zudem erfolgen auch Analysen der Auswirkung des Controlling-Einsatzes auf die Leistungsfähigkeit mittelständischer Unternehmen und spezifischer Vorteile, die derlei Unternehmen aus einem verstärkten Controlling-Einsatz generieren können. Neben diesem Kernforschungsbereich bilden weitere Schwerpunkte die (sich wandelnde) Rolle von Chief Financial Officers (CFOs) und Controllern sowie der Zusammenhang zwischen Controlling und organisationalem Wandel.
Der Lehrstuhl verfolgt das Ziel, die jeweiligen inhaltlichen Themen mithilfe eines pluralistischen Methodeneinsatzes aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Daher werden neben Methoden der systematischen Literaturanalyse und konzeptionellen Arbeiten sowohl quantitativ-empirische Methoden (z.B. auf Basis von Surveys oder aus Literaturanalysen gewonnenen, quantifizierbaren Daten) als auch qualitativ-empirische Methoden (z.B. Tiefenfallstudien oder breiter angelegte Feldstudien) angewandt. Unter anderem durch diesen Methodenpluralismus ergeben sich auch vielfältige Kooperationen mit der Unternehmenspraxis. Diese Zusammenarbeit dient einerseits zur Identifizierung von Forschungsbedarfen, die aus Praxissicht hohe Relevanz haben, als auch der Rückspiegelung von Forschungsergebnissen in die Unternehmenspraxis. Auf diese Weise soll international kompetitive Forschung, die auch Eingang in renommierte wissenschaftliche Publikationsorgane findet, mit einer hohen Anwendungs- und Praxisorientierung kombiniert werden.

 

Ehemalige Professur für Unternehmensrechnung
Prof. Dr. Gero Hoch

Inhaber und Mitwirkende der Professur orientieren ihr Fachverständnis an den Schwerpunkten "Rechnungswesen und Controlling". Die Ausrichtung dieses Kompetenzbereiches in Forschung, Lehre und Wissenstransfer in die betriebliche Praxis zielt auf die Entwicklung und zieladäquate Verwendung von Instrumenten des Rechnungswesens und der Unternehmensplanung für Führungszwecke. Im Vordergrund stehen anwendungsorientierte Erkenntnisse und Methoden mit einem Schwerpunkt bei den Kerninstrumenten des Controlling, insbesondere der Kosten- und Leistungsrechnung und ihrer strategisch orientierten Derivate. In der Forschung werden Schwerpunkte auf die strategische Einbindung operativer Steuerungssysteme sowie das Kostenmanagement gelegt. Entsprechend der regionalen Wirtschaftsstruktur wurden und werden Auftragsforschungsprojekte zum Controlling überwiegend mit KMU und in Kooperation mit dem Siegener Mittelstandsinstitut (SMI) realisiert. Die betriebswirtschaftliche Theorie muss sich immer wieder am einzigen Maßstab messen lassen, auf den es ankommt, der Verwendbarkeit in der Unternehmenspraxis. Kontaktaufnahmen unter dieser Prämisse sind besonders willkommen.

 

Ehemalige Professur für BWL, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen
Prof. Dr. Norbert Krawitz

Der Inhaber des ehemaligen Lehrstuhls forscht und lehrt weiter auf den Gebieten der Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung und Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre. Besonderes Augenmerk in der Forschung liegt auf der Internationalisierung dieser drei Teildisziplinen bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten vor allem im Bereich der Europäischen Union. Zu den Zielen des ehemaligen Lehrstuhlinhabers gehört auch weiterhin der Wissenstransfer für die regionalen Unternehmen, Wirtschaftsprüfer sowie Steuerberater durch regelmäßige Workshops, Kolloquien und Vortragsveranstaltungen. Daneben steht Prof. Krawitz auch für spezifische Forschungsprojekte und moderne Wissensvermittlung in seinen Schwerpunktgebieten zur Verfügung. Kontaktaufnahmen sind jederzeit per E-Mail sowie Telefon möglich.

 

Technologiemanagement
Prof. Dr. Ulf Lorenz

Der Lehrstuhl für Technologiemanagement von Prof. Lorenz gehört zur Fakultät III für Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht. Es wird die gesamte Spannbreite des Technologiemanagements, angefangen von der Technologiefrüherkennung, bis hin zur Technikfolgeabschätzung abgedeckt. Die obersten Ziele sind zum einen, den technologischen Anschluss an die weltweite Entwicklung zu halten und zum anderen, neue Technik sozial verträglich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Wir setzen in Forschung und Lehre intensiv auf die Untersuchung von Schlüsseltechnologien mit algorithmischem und mathematischem Hintergrund, die aber offenkundig grundlegende Fragestellungen von Produktion und Logistik aufgreifen. Denn neue Technologien früh richtig einzuschätzen, sie in die richtigen Bahnen zu lenken und daraus Fortschritt für die Industrie zu generieren, ist von immenser Bedeutung für unsere moderne Industriegesellschaft. Dabei lässt sich beobachten, dass sich die Technologieentwicklung in den letzten 30 Jahren stark in Richtung Theroriebildung und daraus entstehender "Technologisierung" verschoben hat. Forschungsfelder, mit denen wir uns beispielsweise beschäftigen sind:

  • Optimierungsprozesse unter Unsicherheit, bei denen es im Wesentlichen um die Frage geht, wie sich Planung und Steuerung von Prozessen in hochoptimierten Prozessnetzwerken möglichst störungsfrei umsetzen lassen, oder
  • Technical Operations Research, welches eine Brücke zu Ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen bildet. Dabei werden Systeme von technischen Komponenten automatisiert ausgelegt und optimiert.

 

Marketing
Jun.-Prof. Dr. Paul Marx

Die Juniorprofessur Marketing befasst sich mit den Fragestellungen aus dem Bereich “Marketing” im weitesten Sinne und setzt sich dabei als Ziel, praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen und anwendungsreife Methoden bzw. Instrumente für das Marketing zu entwickeln. Ein besonderes Interesse besteht aktuell in einer sinnvollen Verbindung von folgenden vier Forschungsfeldern:
  • Methoden der Präferenzmessung
  • e-Commerce
  • New Media
  • Big Data
Vor diesem Hintergrund konzentrieren sich die aktuellen Forschungsprojekte thematisch in den Bereichen “Recommender Systems (Empfehlungssysteme)”, “Optimale Unternehmensreaktion auf negatives elektronisches Word-of-Mouth”, “Effektive Vermarktung von End-User-Software”, “Weiterentwicklung der Conjoint-Anylse” u.ä.

Der methodische Schwerpunkt liegt auf quantitativen empirischen Methoden, wobei dem Wissenstransfer zwischen Marketing und benachbarten Disziplinen, wie z.B. Computer Science, Entscheidungstheorie, Psychologie, eine hohe Bedeutung zukommt.

 

Risk Governance
Jun.-Prof. Dr. Michael Torben Menk

Die Forschnungsschwerpunkte des Lehrstuhls für Risk Governance liegen auf der von Banken zu bewältigenden Koordination und Harmonisierung von internem Risikomanagement (Management Accounting), externer Rechnungslegung (Financial Accounting) und aufsichtsrechtlichen Vorgaben (Supervision). Insbesondere kapitalmarktorientierte Banken stehen vor der Herausforderung, sowohl den der jüngsten Finanzmarktkrise geschuldeten Maßnahmenkatalog in Punkto Regulierung, als auch die bilanziellen Neuerungen des Standardsetters IASB, speziell IFRS 9, in die wertorientierte Gesamtbanksteuerung zu implementieren. So forscht der Lehrstuhl unter anderem daran, wie die Absicherung von Nettopositionen bilanziell besser abgebildet werden kann und welche Interdependenzen zwischen dem expected loss model des IFRS 9 und dem aufsichtsrechtlichen Wertminderungsmodell (risikogewichtete Aktiva RWA etc.) bestehen. Ferner untersucht der Lehrstuhl die Auswirkungen der Einführung eines Trennbankensystems und die Absorption von Verlusten systemrelevanter Banken.

 

Unternehmensnachfolge
Prof.in Dr. Petra Moog 

Der Fokus der Forschung am Lehrstuhl liegt auf dem Themenkomplex der originären und derivativen Gründungen. Einen besonderen Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls stellen Fragen zu Unternehmensnachfolgen dar. Daneben sind weitere Forschungsfelder innovative Unternehmensgründungen (Spin-offs aus Hochschulen), Erfolgs- und Gründungsfaktoren sowie Aspekte der Mittelstandsökonomie. In allen Feldern kommt der empirischen Analyse eine besondere Bedeutung zu, sei es durch qualitative Befragungen oder großzahlige, quantitative Empirieprojekte. Das Lehrstuhlteam arbeitet dabei stets theoretisch fundiert, weist aber durch die Empirieprojekte auch einen hohen Anwendungs- und Praxisbezug auf. Dieses Vorgehen schlägt sich nieder in Kooperationsprojekten mit nationalen und internationalen Wissenschaftlern sowie geförderten Forschungsprojekten, aber auch in Kooperationen mit Praxispartnern und lässt auch für die Zukunft Raum für weitere Kooperationsprojekte mit Theorie- und/oder Praxisbezug.

 

Marketing
Prof.in Dr. Hanna Schramm-Klein

Der Lehrstuhl für Marketing fokussiert sich in seiner Arbeit und seinem Verständnis auf drei Säulen:

  • international bedeutende Forschung,
  • Wissenstransfer in die Praxis und
  • eine theoretisch fundierte, praxisorientierte und berufsqualifizierende Lehre.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Lehrstuhls richtet sich insbesondere auf:

  • verhaltenswissenschaftliche Aspekte des Marketing
  • Handelsmarketing
  • Distribution und Logistik
  • internationales Marketing
  • Wertschöpfungspartnerschaften von Unternehmen.
Der Lehrstuhl versteht sich als Vermittler zwischen Wissenschaft und Praxis und legt daher großen Wert auf Kooperationen mit Praxispartnern. Im Bereich der Forschung kooperiert der Lehrstuhl mit einem umfangreichen Netzwerk namhafter Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland, mit dem Ziel, relevante Forschungsarbeiten umzusetzen und zu publizieren.
Die intensiven Kontakte des Lehrstuhls zu Unternehmen, Instituten und Verbänden im In- und Ausland charakterisieren den Forschungstransfer, der sich in Form von strategischer Unternehmensberatung, Projekten, Gutachten, Vorträgen und Workshops sowie Tagungen und Kongressen vollzieht.
Im Bereich der Lehre profitieren Studierende u.a. durch Gastvorträge führender Wissenschaftler und Entscheidungsträger aus der internationalen Unternehmenspraxis, fachliche Exkursionen und die Möglichkeit, projektbezogene Diplomarbeiten in enger Kooperation mit Unternehmen zu erstellen. Die Vermittlung von an den Lehrstuhl herangetragenen Praktikanten- und auch Einstiegspositionen ist selbstverständlich. Auch Doktoranden des Lehrstuhls erhalten durch die Einbeziehung in die unterschiedlichen Praxisprojekte und Forschungsarbeiten bestes Rüstzeug für anspruchsvolle Berufsziele in der Wissenschaft oder auf Unternehmensseite.

 

Technologiemanagement
apl. Prof. Dr. Marcus Schweitzer

Der Lehrstuhl befasst sich mit dem Bereich Wertschöpfung, der die Forschung und Lehre verbindet und sich auf die Schnittstelle der Planung betrieblicher Prozesse mit Aufgaben des Controllings und der Erforschung von Fragen des Behavior Management bezieht. Diese Sichtweise ist damit ausdrücklich durch eine integrierte Betrachtung von Sach- und Dienstleistungsproduktionen geprägt. Ziel ist es, eine Fusion von Aspekten der Prozessgestaltung mit verhaltensorientierten, empirischen Fragestellungen und quantitativen Methoden der stochastischen Optimierung zu bewerkstelligen. Im Einzelnen werden derzeit folgende Arbeitsgebiete belegt:

1. Verhaltensorientierte Gestaltung von Produktions- und Logistikprozessen:

  • Komplexitäts- und Dekomplexisierungsmanagement. In Bearbeitung ist eine experimentelle Forschung zu Signaling-Effekten und Motivation bei unterschiedlich komplexen Aufgabenstellungen.
  • Feedbacksysteme in Lean-Production-Systemen zur Analyse der Wirkung leistungsbezogenen Feedbacks für Individuen und Gruppen in unterschiedlicher Aggregation und Publizität.

2. Quantitative Mess- und Planungsansätze zu 1., insbesondere:

  • Qualitätsorientierte Lern- und Erfahrungskurvenkonzepte und quantitative Erfassung von Lern- und Vergessenseffekten.
  • Kapazitätsplanung korrelierter Dienstleistungsprozesse.
  • Quantitative Planung korrelierter Prozesszeiten in Fließfertigungen.
3. Modularisierung und Synchronisierung technischer Prozesse.  

4. Cyberrüsten 4.0 - Cyber-physische Unterstützung des Menschen beim Rüstvorgang. Projekt zur mediengestützen Untertützung bei komplexen Produktionsvorgängen:

 

Produktions- und Logistikmanagement
Prof. Dr. Ulrich Seidenberg

Die Professur beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit allen betriebswirtschaftlichen Fragestellungen, die mit der zentralen betrieblichen Funktion "Produktion" und der Querschnittsfunktion "Logistik" zusammenhängen. Industrie- und Dienstleistungs- unternehmen, die an einem Dialog und wechselseitigen Lernprozess zwischen "Theorie" und "Praxis" interessiert sind, laden wir zur Zusammenarbeit ein. Als mögliche inhaltliche Schwerpunkte seien beispielhaft die Bereiche Qualitätsmanagement, La-gerbestands-, Durchlaufzeiten- und Ablaufanalysen und die Optimierung des Informations-/Berichtswesens genannt. Die Formen einer Kooperation lassen sich flexibel an den jeweiligen Zielsetzungen ausrichten und können von einer begleitenden Unterstützung bei entsprechenden Restrukturierungsmaßnahmen, z. B. durch die Vergabe von Diplomarbeiten, bis zu Seminaren oder gemeinsamen Projekten reichen.

 

Personalmanagement und Organisation
Prof. Dr. Volker Stein

Der Lehrstuhl konzentriert seine Forschung und Lehre auf die strategische Personalführung und Organisationssteuerung im Mittelstand, auf die Bewertung von Humankapital und Organisationskapital insbesondere mit der „Saarbrücker Formel“, auf die kollektive Logik von Organisationen, Personalführungs- sowie Integrationssystemen sowie auf das internationale Personalmanagement und die Führung Internationaler Virtueller Teams. Wir stellen unsere Forschungsergebnisse Unternehmen zur Verfügung und diskutieren sie mit ihnen. Zudem sollen die hier ausgebildeten Siegener Absolventen von „Personalmanagement und Organisation“ in der Unternehmenspraxis dafür bekannt werden, dass sie, basierend auf einem sicheren Wissensfundament, selbstständig nachdenken, Probleme anwendungsorientiert lösen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. 

 

Dienstleistungsmanagement
PD Dr. Giuseppe Strina, Vertretungsprofessur 

Text folgt.

 

Entrepreneurship in Context
Jun.-Prof. Dr. Alexander Vossen

Die Juniorprofessur Entrepreneurship in Context betrachtet entscheidende Einflussfaktoren auf Gründungs- und Innovationsverhalten, vor allem in kreativen Industrien, wie z.B. Medien und Unterhaltung. Hierbei werden sowohl individuelle als auch organisationale Aspekte beleuchtet. In mehreren Forschungsvorhaben wird auf individueller Ebene vor allem die Rolle persönlicher sozialer Netzwerke untersucht. Auf organisationaler Ebene analysiert die Forschung den Einfluss von Produkt- und Organisationseigenschaften und den Zusammenhang zwischen Klassifizierungsinformationen und Legitimität. Die Forschung ist stets quantitativ empirisch ausgelegt und nutzt häufig Sekundärdatenquellen.

 

 

Management kleiner und mittlerer Unternehmen und Entrepreneurship
Prof.in Dr. Friederike Welter

Am Lehrstuhl für Management kleiner und mittlerer Unternehmen & Entrepreneurship machen wir es uns zur Aufgabe, Lehre und Forschung sowohl mit Blick auf die Praxis, wie auch auf die Theorie zu verknüpfen. Dabei erforschen und lehren wir u.a. unternehmerisches Verhalten in neuen und jungen Unternehmen und den Einfluss kontextueller Faktoren auf Unternehmertum und die Unternehmensentwicklung. Von besonderem Interesse ist hierbei die Frage, wie Unternehmer selbst Einfluss auf kontextuelle Rahmenbedingungen nehmen können. Unsere Tätigkeit erfolgt in enger Kooperation mit dem Institut für Mittelstandsforschung in Bonn (IFM), dessen Präsidentin Friederike Welter gleichzeitig Inhaberin des Lehrstuhls ist. Darüber hinaus pflegen wir zahlreiche Kontakte zu internationalen Forschungseinrichtungen. Sind Sie neugierig geworden? Dann stöbern Sie doch ein wenig auf unserer Internetseite oder wenden sich direkt an uns. Wir freuen uns auf Sie!

 

Management kleiner und mittlerer Unternehmen und Entrepreneurship
Prof. Dr. Arndt Werner

Der Lehrstuhl beschäftigt sich mit der theoretischen und empirischen Gründungs- und Mittelstandsforschung sowie ausgewählten Fragen des Personalmanagements in jungen Unternehmen bzw. KMU. Insbesondere Themen rund um die personalen, unternehmensspezifischen und regionalen Einflussfaktoren der Unternehmensgründung bilden den Mittelpunkt der Professur in Forschung und Lehre. Weitere Schwerpunkte liegen in Themen rund um das Innovationsmanagement in KMU, soziale Netzwerke junger Unternehmen und Gründungsfinanzierung. Methodisch arbeitet der Lehrstuhl stark auf der Basis mikroökonomischer und verhaltensbasierter Theorien mit Fokus auf quantitative Empirie - aber auch zunehmend unter Einbeziehung qualitativer Forschungsmethoden (insb. Fallstudien).

 

Finanz- und Bankmanagement
Prof. Dr. Arnd Wiedemann

Der Lehrstuhl forscht auf dem Gebiet des finanziellen Rentabilitäts- und Risikomanagements für Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen.
Das finanzielle Rentabilitätsmanagement umfasst neben der Suche nach einer möglichst günstigen Finanzierung respektive möglichst hoch verzinslichen Anlage auch die möglichst kostengünstige und effiziente Abwicklung des Zahlungsverkehrs (Cash-Management).
Da unternehmerische Entscheidungen stets mit Unsicherheit behaftet sind, müssen mögliche aus ihnen resultierende Liquiditätsstörungen und/oder negative Rentabilitäts- effekte bis hin zur Insolvenz im Rahmen des finanziellen Risikomanagements berücksichtigt werden. Den Ausgangspunkt bildet die Steuerung des Liquiditätsrisikos. Auf der Liquiditätssteuerung setzt die Messung und Steuerung der finanziellen Erfolgsrisiken auf. Zu nennen sind die Steuerung des Forderungsausfallrisikos und die Steuerung der Marktpreisrisiken. Zu den relevanten Risiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko, das Rohstoffpreisrisiko oder auch Aktienkursrisiken. Diese Risiken gilt es in einem Regelkreis aus Risikoanalyse, Risikosteuerung und Risikokontrolle (Limite etc.) operativ handhabbar zu machen.
Zu unseren Zielen zählt auch der Transfer des erarbeiteten Wissens in die Unternehmenspraxis. Unser besonderes Anliegen ist die Weiterentwicklung dieser gerade für Unternehmen vor dem Hintergrund der ständig steigenden Bedeutung des Ratings zunehmend wichtiger werdenden Wissenschaftsdisziplin. Wir möchten Unternehmen wie Wissenschaftler herzlich einladen, mit uns bei der Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme des finanziellen Rentabilitäts- und Risikomanagements zu kooperieren. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, so freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.